Peter Maria Ohlert restaurierte die Gersheimer Orgel zum Advent

Peter OHlert

Gersheim. Zum Advents-Choral “Nun komm der Heiden Heiland” spielte der Diplom-Musiker und Kantor am Blauberg in Sarreguemines, Jean Philippe Yvon Barthel, während einer liturgischen Feier, die vom katholischen Kirchenchor St. Alban mit seiner Dirigentin Melanie Hesseler gesanglich begleitet wurde, Orgelvariationen verschiedener Meister.

Gersheim. Zum Advents-Choral “Nun komm der Heiden Heiland” spielte der Diplom-Musiker und Kantor am Blauberg in Sarreguemines, Jean Philippe Yvon Barthel, während einer liturgischen Feier, die vom katholischen Kirchenchor St. Alban mit seiner Dirigentin Melanie Hesseler gesanglich begleitet wurde, Orgelvariationen verschiedener Meister. Damit stellte er auch die Register der elektro-mechanischen Schleifladenorgel Opus 694 vor, die viele Wochen lang vom Orgelbaumeister und Restaurator im Orgelbau, dem Kirkeler Peter Maria Ohlert einer umfangreichen Renovierung unterzogen worden war. Beim Schluss-Satz des Chorals waren fast alle Register gleichzeitig zu hören. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Maria Becker sprach dabei von einer umwerfend und brausenden Kraft, “strömend wie ein großer Wasser Fluss und schallend wie Posaunen, die in dieser Adventszeit die Ankunft des Herrn erklingen lassen”. Sie erläuterte, dass das Kircheninstrument zwei Manuale und 23 selbstständige Register besitze. 1648 Pfeifen aus Holz, Zink, Zinn, Kupfer und verschiedenen Legierungen mit einer Größe zwischen drei Millimeter und 5,60 Meter sorgten für die Klangvielfalt, die schon viele festliche Momenten in St. Alban umrahmt habe. Ohlert habe alle Pfeifen ausgebaut, gereinigt, poliert, eingesalbt, Zungen zerlegt, ausgebessert und teilweise verstärkt, poröse Ventilabdichtungen aus leder sowie die beweglichen Teile in den Luftsammel- und -verteilungskästen erneuert. Alle Pfeifen seien zudem vor dem Einbau neu intoniert worden.

Becker erinnerte daran, dass die Orgel 1959 vom den Orgelbauer-Brüdern Späth aus Ennetach-Mengen in Württemberg aufgebaut, vom Pfarrer und Geistlichen Rat Dekan Joseph Schindler feierlich eingeweiht und vom damaligen Domorganist Ludwig Doerr aus Speyer gespielt worden sei. Die Anschaffung habe damals rund 49 000 DM gekostet. Die Anschaffung war notwendig geworden, da die erste Gersheimer Orgel, angeschafft 1856, in Kriegswinter 1944/45 durch einen Bombeneinschlag in der Pfarrkirche total zerstört worden sei. Bereits 1979 sei das Instrument von der Orgelbaufirma Hugo Mayer aus Heusweiler für 15 000 DM erstmals renoviert und generalüberholt worden. Die jetzigen Arbeiten seien mit 47 500 Euro honoriert worden. Das Bistum Speyer zahle einen Zuschuss von 10 000 Euro. Mit dem Halleluja aus dem Oratorium des “Messias” von Georg Friedrich Händel klang die Feier aus, hatte sich die Pfarrei mit der Fertigstellung der Arbeiten selbst ein Weihnachtsgeschenk gemacht.
ott

Quelle: www.saarbruecker-zeitung.de